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SO NAH

Wenn einer wie Gordon Sumner, besser bekannt als Sting, eine Stimme als „wonderful“ und das Album dazu als „very good indeed“ bezeichnet, dann ist das schon so eine Art Ritterschlag für einen Musiker Oder besser gesagt: Musikerin.Denn die Rede ist von Regy Clasen und ihrem Erstlingsalbum „So nah“, welches Sting mit seinem Lob meinte.

In der Sendung „Nur die Liebe zählt“ kündigte ein sichtlich gerührter Kai Pflaume Regys Auftritt mit den Worten an: „auf der Gänsehaut-Skala ganz, ganz oben“. Bei ihrem Schauspieldebüt in „Wolffs Revier“ verdrehte sie dem Jung-Kommissar den Kopf. Und VH-1 Zuschauer wählten ihre zweite Single („Ergib dich“) bis auf Platz 8 der Zuschauer Charts...

Regy Clasen schreibt Songs, die verletzlich doch kraftvoll, sehnsüchtig und doch tröstlich sind, die tief unter die Haut gehen – und dort bleiben.Trotz Plattenvertrag bei einem „major“ hat die gebürtige Hamburgerin sich den üblichen Konzessionen für den Kommerz nicht preisgegeben. Unter den Liebhabern poetischer Popmusik mit deutschen Texten wird Regy Clasen schon lange als Geheimtipp gehandelt.

Ihre Bühnenqualitäten bewies Regy jahrelang als Herzstück der legendären a-capella Formation Five Live, bevor sie im rappelvollen Schlachthof ihr Solodebüt gab, wo sich seinerzeit nahezu die gesamte Hamburger Musikszene die Ehre gab – und anschließend völlig verzaubert nach Hause ging. Derzeit steckt Regy Clasen mitten in den Vorbereitungen für ihr zweites Album, das ebenso seelenvoll, dabei aber temperamentvoller und optimistischer klingen wird.

(Christian Eckert)

DAVOR

Regy kommt am 26.07.71 in Hamburg zur Welt. Sie wächst in einem kreativen Klima auf. Der Vater ist Musiklehrer, die Mutter Organistin.
Das ihr - als jüngste von 7 Geschwistern - eigene Harmoniebedürfnis stillt sie mit der Musik, die sie hört und bald selber zu schreiben beginnt. Die Beatles, James Taylor und Joni Mitchell bestimmen früh ihren musikalischen Kurs, inspirieren sie zur Ausbildung an Gitarre und Klavier.
Alte Soulplatten, Randy Crawford und Seal animieren sie zum Singen.

Noch als Teenager beschließt Regy, dass die Musik für ihren Lebensunterhalt sorgen soll. Nach ersten Erfahrungen in unterschiedlichen Bands landet die selbstbewusste Songwriterin und Musikerin schließlich bei der Hamburger A-cappella-Formation FIVE LIVE. Die erfolgreiche Karriere der Gruppe endet im Herbst 1997. Regys beste Freundin und Bandkollegin Conny stirbt nach monatelangem Kampf an Krebs. Regys Welt ist aus den Fugen. Verzweiflung, Leid, Ernüchterung, dann schließlich die Entschlossenheit, jeden Tag so zu leben, als sei es der letzte.

Bald darauf schreibt sie die Worte nieder, auf Deutsch, nicht wie gewohnt auf Englisch.
Ein Songtext formt sich „als hätte ihn mir jemand ins Ohr geflüstert“ (Regy Clasen). Nach dieser Zäsur in Regys
Leben beginnt sie mit einer neuen, ungeheuer intensiven Form des Ausdrucks, die in der hiesigen Popmusik bis jetzt nicht auffindbar war.

(Andreas Borcholte)